“Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, daß man an seiner Stelle lügen würde.” Henry Louis Mencken
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Startseite Texte Tibet. Buddhismus
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Donnerstag, 20. März 2008 |
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Ein Interview mit dem tibetischen Meister Gonsar Rinpoche.
„Philosophie und Psychologie des Buddhismus sind außerordentlich tief und weit“, sagt Gonsar Rinpoche. „Deshalb gibt es auch manche Leute, die sagen, der Buddhismus sei keine Religion, sondern lediglich eine Philosophie. Manche modernen Philosophen jedoch sind der Auffassung, der Buddhismus sei keine Philosophie, sondern eine Religion, weil es im Buddhismus auch Mönche und Gebete gibt. Tatsächlich verhält es sich jedoch so, wie es Seine Heiligkeit der Dalai Lama, beschreibt: Aus dem Verbund der Religionen wird der Buddhismus hinausgeworfen mit der Behauptung, er sei eine Philosophie; aus dem Verbund der Philosophien wird er hinausgeworfen mit der Behauptung, er sei Religion. Von beiden Seiten hinausgeworfen, wird der Buddhismus zu einer Brücke zwischen Religion und Philosophie.“ |
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Donnerstag, 20. März 2008 |
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Als der Ehrwürdige Atischa nach Tibet kam, ging er zuerst nach Ngari, wo er zwei Jahre blieb und den Schülern Dschang Tschub Ös viele Unterweisungen erteilte. Nachdem zwei Jahre vergangen waren, beschloss er, nach Indien zurückzukehren, und Dschang Tschub Ö bat ihn um eine letzte Unterweisung vor seiner Abreise. Atischa antwortete, dass er ihnen bereits jeden Ratschlag, den sie benötigten gegeben habe, aber Dschang Tschub Ö liess nicht locker, und so nahm Atischa die Bitte an und gab den folgenden Rat. Wie wunderbar! |
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Donnerstag, 20. März 2008 |
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Überall in den Gebieten, die vom tibetischen Buddhismus beeinflusst sind, stößt man auf bunte Gebetsfahnen. Der Einsatz von Gebetsfahnen zur religiösen Praxis erscheint uns Westlern eher fremd oder schlicht folkloristisch. Sie sind für die dort lebenden Menschen aber sehr wichtig. Allein durch das Betrachten von Gebetsfahnen wird man daran erinnert, in der buddhistischen Praxis voranzuschreiten. So flattern sie an Tempeln, heiligen Höhlen, an Brücken, Gebirgspässen, an heiligen Quellen, auf Dächern von Häusern - überall, wo sie vom Wind bewegt werden. Auf den Gebetsfahnen sind Gebete und Abbildungen (heilige Zeichen und Symbole) abgedruckt, die dem gesamten Universum und allem Leben Schutz und Segen bringen sollen.
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